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Köthen als "Hafen" der Homöopathie
 | | Rathaus am Marktplatz in Köthen. | Samuel Hahnemann, 1755 geboren in Meißen und Begründer der Homöopathie, wanderte als Suchender im Einflussgebiet der Elbe gen Norden und Süden. Bis Hamburg schaffte er es um 1799, jedoch schrieb er sehr bald aus Mölln: „Hier will ich wieder an das Ruder meines kleinen Schiffleins der Schriftstellerei treten und nur beizu kurieren, was der Himmel beschert. Beinahe hätten mich die unerbittlichen, nur mächtige Fahrzeuge hebenden, niedrige Boote aber stürzenden Wogen des großen Hamburgs verschlungen. Gott sei Dank, der mich noch so eben an Land warf.“
 | | Das Hahnemannhaus in Köthen. | Der Hafen – im Mittelhochdeutschen „havene“ - meint ursprünglich Umfassung oder den Ort, an dem man etwas bewahrt. In diesem Sinne ist Köthen für Hahnemann ein Hafen, hier könnte sehr wohl ein internationaler geistiger Stützpunkt, eine zentrale Station im Jahreslauf des 1829 in Köthen gegründeten Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) und eines Studienganges für Homöopathie entstehen. Häfen sind zentrale Anlauf- und Umschlagpunkte. Dort gibt es Regeln für den Austausch und „Wissenstransfer“ auch weit über die Grenzen hinweg. Dort treffen sich Freunde und Fremde. Und man wird freudig begrüßt!
Köthen – die Wiege der Homöopathie
Entstanden ist die Homöopathie während der Wanderjahre Hahnemanns. In Köthen fand sie dann ihre Wiege, den geschützten Raum, in dem Hahnemann seine Methode praktizieren und weiterentwickeln konnte. Hier fand er die notwendige politische Rückendeckung, um seine Methode unbehelligt zu praktizieren und weiterzuentwickeln. Von Köthen aus begann die internationale Verbreitung der Homöopathie.
Hintergrundtext: Köthen - Wiege der Homöopathie <+>
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