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Wissensentwicklung und Qualitätsförderung in der homöopathischen Medizin
An wen richtet sich der neue Masterstudiengang Homöopathie?
 Sie sind erfahrener homöopathischer Praktiker – und wollen sich mit Gleichgesinnten Gedanken machen über die geistigen, philosophischen und wissenschaftlichen Hintergründe der Homöopathie?
Sie haben die homöopathische Weiterbildung beendet und überlegen, ob es - über die Praxis hinaus - weitere interessante Tätigkeitsfelder für einen homöopathischen Arzt gibt? Beispielsweise in der Wissenschaft und Forschung, in Institutionen oder in der Gesundheitspolitik?
Sie stehen noch am Anfang und wollen eine möglichst hochkarätige Ausbildung?
In all diesen Fällen ist der Masterstudiengang für Homöopathie Ihre erste Adresse. Wir legen Wert auf einen Austausch zwischen erfahrenen Praktikern, die ihr Handlungswissen einbringen - und Anfängern, die Offenheit, Neugier und grundsätzliche Fragen einbringen.
Sie können sich auch zunächst für einzelne Module anmelden und diese ggf. später zum Master komplettieren. Auch die homöopathische Weiterbildung wird auf den Studiengang angerechnet.
Interessenten wenden sich an die
Europäische Bibliothek für Homöopathie (Köthen)
Sabine Radtke – Hombib-Koethen@dzvhae.de
Tel +49 (0)3496. 512 893 // Fax + 49 (0)3496. 512 894
Prof. Weiß, Prorektor der Otto-von-Guericke-Universität, zum M.A.H. (Mitteldeutschen Zeitung) <+>
Integrated Practice in Homeopathy (M.A.)
Unter dieser Überschrift haben der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) und die Otto von Guericke-Universität Magdeburg in einem fruchtbaren Dialog einen Masterstudiengang speziell für homöopathische Ärztinnen und Ärzte entwickelt. Der Start ist für das Wintersemester 2010/2011 geplant.
Das Konzept, dem der Senat der Universität bereits zugestimmt hat, sieht die Einrichtung eines zweijährigen Studienganges vor, der (nach erfolgreicher Approbation) von Ärzten, Zahn – und Tierärzten und Apothekern berufsbegleitend belegt werden kann.
Ein wesentlicher Teil ist eine systematische und profunde Ausbildung in Theorie und Praxis der homöopathischen Heilmethode. Auf diesen Teil des Studiums können bereits absolvierte Fort- und Weiterbildungen in Homöopathie in Teilen angerechnet werden.
Module und Schwerpunkte:
 Darauf aufbauend werden in weiteren Modulen
- die Studierenden in Wissenschaftstheorie und praxisnahen Methoden der Forschung ausgebildet,
- in der Entwicklung von ärztlicher Professionalität angeleitet , was die Reflexion ärztlichen Handelns und eigener Persönlichkeitsbildung in der homöopathischen Praxis einschließt,
und
- es werden gemeinsam mit Erziehungswissenschaftlern Konzepte der Organisationsentwicklung, des Wissensmanagements und der Qualitätssicherung für die Praxis entwickelt.
Weitere Schwerpunkte sind wahlweise kombinierbar:
Ein weiterer sehr wichtiger Bereich, der in praxi gut in Verbindung mit der Homöopathie zum Nutzen des Patienten anwendbar ist, ist das Wissen um psychosomatische Zusammenhänge, die Schulung der psychologischen Kompetenz des Arztes, und überhaupt die Übung in „sprechender und verstehender Medizin“.
Ferner bietet der Studiengang die Möglichkeit der fachspezifischen Vertiefung homöopathischen Wissens, z.B. in Pädiatrie, Gynäkologie, Onkologie, Diätetik und Ordnungslehre, Case-Management bei schweren chronischen Krankheiten etc.
In einem weiteren Modul werden spezifische Forschungsmethoden vertiefend erarbeitet.
Für zukünftige Dozenten wird die Möglichkeit geboten, die eigene didaktische Kompetenz zu schulen.
Praxiszentriertes Projekt- und Qualitätsmanagement inklusive Falldokumentation sind ein weiterer Themenschwerpunkt.
Aus all diesen Arbeitsbereichen wird dann vom Absolventen ein Thema für die eigene Masterarbeit gewählt und bearbeitet.
Blended learning:
 | | Präsenzkurse finden im neuen Zentrum für Homöopathie in Köthen statt. | Die Ausbildung wird, da berufsbegleitend, in Form des „blended learning“ erfolgen. Das bedeutet einen hohen Eigenanteil an selbständiger Erarbeitung des Stoffes bei großer zeitlicher Flexibilität. In Internetforen werden die Themen gemeinsam diskutiert werden können. Eine individuelle Betreuung jedes Studierenden ist selbstverständlich.
Etwa vier Wochen im Jahr werden Präsenzkurse angeboten. Diese werden in Köthen in der neuen Europäischen Bibliothek für Homöopathie stattfinden. Einen besseren Ort für eine zeitgemäße Ausbildung homöopathischer Praktiker, Dozenten und Forscher kann es nicht geben.
Vernetzung und integratives Konzept des Studiengangs:
In diesem Studiengang werden (homöopathische) Ärzte eng mit Erziehungswissenschaftlern, Soziologen, Sozialmedizinern, Epidemiologen, Psychologen, Medizingeschichtswissenschaftlern und professionellen Vertretern aus anderen angrenzenden Fachgebieten zusammenarbeiten. Wir versprechen uns von diesem integrativen Konzept eine starke Resonanz bei schon in der Praxis stehenden homöpathischen Ärzten, aber auch bei Berufsanfängern, die eine Laufbahn im Bereich der homöopathischen Grundlagenforschung, Versorgungsforschung, oder in koordinierenden oder beratenden Funktionen bei Krankenkassen, Krankenhäusern und medizinischen Versorgungszentren anstreben.
Wir hoffen auf eine zunehmende Öffnung wissenschaftlich und therapeutisch arbeitender Institutionen für Fragen und Konzepte aus dem Bereich der ärztlichen Homöopathie.
Der Studiengang bietet die Chance auf akademischem Niveau in einen kritischen Dialog mit Wissenschaftstheoretikern, Forschern und medizinischen Praktikern einzutreten, die eigenen Beobachtungen und Grundannahmen kritisch zu prüfen. Die Homöopathie lebt bisher aus ihrer erfolgreichen Praxis, die Schärfung ihres theoretischen und methodischen Profils ist seit langem überfällig.
Wissenschaft ist Erfahrung und Verstehen; nur die ständige Reflexion der Erfahrung führt zu neuen Theorien und Modellen, nur die praktische und kritische Erprobung neuer Sichtweisen verdichtet diese zu einem theoretischen Fundament, auf dem neue praktische Erfahrungen und neue Konzepte ihren festen Grund finden. Ziellos ist die Praxis ohne Theorie ebenso wie die Theorie ohne Praxis. (Gregor von Nazianz – hier zitiert nach Heilkunde der Erfahrung, S. Hahnemann)
Die Masterarbeiten bieten die Chance, dass einzelne Teilnehmer an konkreten Problemen und wissenschaftlichen Fragestellungen arbeiten. Es könnte z.B. eine Arzneimittelprüfung bearbeitet werden oder die historischen Quellen zu einem Mittel gesichtet werden.
Lars Broder Stange
Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie
Leiter der Projektgruppe Studiengang im DZVhÄ
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