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Homöopathische Ärzte für differenziertes Denken - auch zum Thema Masern

Bonn, 20. Juni 05. In einem dpa-Gespräch hat sich ein homöopathischer Arzt differenziert zum Thema Masernimpfung und "Masernpartys" geäußert. „Es ist bedauerlich“, sagt Curt Kösters, 2. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), „dass ärztliche Kollegen in der Ärztlichen Praxis keine andere Antwort darauf wissen, als die juristische Keule der Körperverletzung auszupacken.“

Entgegen einer Veröffentlichung der Zeitschrift "Ärztliche Praxis" vom 17. Juni (Titel: "Masern-Partys für Kinder: Homöopathen plädieren dafür") empfehlen homöopathische Ärzte keine Masern-Partys.

Der Münchner Kinderarzt Dr. Steffen Rabe hatte in einem dpa-Gespräch gesagt, das „homöopathische Ärzte Masern-Partys nicht generell ablehnen“, sie seien eine Überlegung wert. Mit dieser Aussage ist der Kinderarzt mit der Zusatzbezeichnung Homöopathie weit von einem Plädoyer für Masern-Partys entfernt. Die "Ärztliche Praxis" übt sich im Schwarz-Weiß-Sehen, die ärztliche Praxis eines Kinderarztes trifft sie damit nicht. Denn Steffen Rabe empfiehlt eine differenzierte Haltungen zu Impfungen und weigert sich, in Impfungen ein Allheilmittel zu sehen. So auch seine Begründung gegenüber dpa: Früher hätten wesentlich mehr Mütter als heute im Kindesalter selbst Masern durchgemacht und damit einen lebenslangen Schutz vor der Erkrankung erworben. „Diese Mütter konnten ihren Babys erstklassige Antikörper mitgeben, die sie im kritischen ersten Lebensjahr vor Masern schützten." Geimpfte Mütter verfügten dagegen nur über einen «Immunschutz zweiter Klasse», den sie in der Schwangerschaft an ihre Babys weitergeben. «Die gestiegene Masern-Erkrankungshäufigkeit bei Säuglingen ist eine unmittelbare Folge der Impfpolitik», so der Mediziner. Rabe verwies auch auf das Beratungsgespräch, das er mit den Eltern führt, in dem er sowohl über die Risiken einer Ansteckung als auch über die Gefahren der Impfung aufklärt.

So sieht es auch der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). In seiner Impf-Stellungnahme fordert der ärztliche Berufsverband, dass das „Aufklärungsgespräch sachlich, wertneutral und ergebnisoffen geführt werden muss auf der Grundlage möglichst objektiver Informationen.“ Die Entscheidung, gerade ein Kind gegen bestimmte Krankheiten zu impfen oder nicht zu impfen, sei von überragender Tragweite für dessen weitere gesundheitliche Entwicklung. Dies stelle besondere Anforderungen an Qualität und Umfang der Aufklärung durch den verantwortlichen Arzt, die außer den juristisch geforderten Inhalten (wie Verlauf, Risiken und Behandlungsmöglichkeiten der jeweiligen Erkrankungen, Wirksamkeit, Wirkdauer und bekannte unerwünschte Arzneiwirkungen der entsprechenden Impfungen, Alternativen zur Impfung) unbedingt auch die individuelle gesundheitliche und soziale Lebenssituation des Impflings berücksichtigen müsse.

„Bei der Beratung von geimpften Kindern mit einer Verhaltensstörung, die im deutlichen zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung auftrat“, sagt Curt Kösters, „stellen wir immer wieder fest, dass mögliche Zusammenhänge von den impfenden Ärzten von vorneherein negiert werden, und eine Meldung als Verdacht einer Nebenwirkung erst gar nicht erfolgt. Von daher sind Zweifel an den offiziellen Statistiken zum Thema Nebenwirkungen durchaus angebracht.“

Zur Stellungnahme des DZVhÄ zum Thema Impfen <+>

Beiträge und Entscheidungshilfen zu einer differenzierten Impfentscheidung finden Sie unter
www.IMPF-INFO.de <+>



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